18.09.2026
Fünf Seen, ein Weg, ein Ziel und ein Gefühl der Verbundenheit
Pavla Petrová meistert ihr Fünf-Seen-Schwimmen
Fünf Seen, 19 Kilometer Schwimmstrecke und ein starkes Symbol für den Wandel im Lausitzer Seenland: Die tschechische Freiwasser- und Langstreckenschwimmerin Pavla Petrová hat am 17. September 2026 ihr Fünf-Seen-Schwimmen „Five Lakes, One Way“ erfolgreich abgeschlossen. Vom Senftenberger See über den Geierswalder See, Partwitzer See und Sedlitzer See bis zum Großräschener See durchquerte sie den gesamten Seenverbund des Lausitzer Seenlandes und erreichte um 14.20 Uhr nach 6 Stunden und 25 Minuten reiner Schwimmzeit das Ziel am Stadtstrand Großräschen. Mit ihrem außergewöhnlichen Projekt setzte sie ein eindrucksvolles Zeichen für Verbindung, Transformation und grenzüberschreitendes Miteinander.
Bereits um 6.45 Uhr war Pavla Petrová am Stadthafen Senftenberg in ihr Abenteuer gestartet. Die Bedingungen hätten kaum besser sein können: Auf allen fünf Seen lagen die Wassertemperaturen zwischen 18,3 und 18,6 Grad Celsius. Trotz spürbarer Aufregung vor dem Start fand sie schnell ihren Rhythmus und schwamm auf den ersten Kilometern in Begleitung der Senftenberger Triathleten. Während auf dem Senftenberger See, Geierswalder See und Partwitzer See ruhiges Wasser herrschten, kamen auf dem Sedlitzer See und Großräschener See Wellen und Wind von vorn hinzu. Davon ließ sich Pavla Petrová jedoch nicht aus dem Rhythmus bringen und hielt ihr konstantes Tempo bis ins Ziel.
Schon gegen 10 Uhr erreichte sie die Mitte des Partwitzer Sees und lag damit deutlich vor ihrem ursprünglich geplanten Zeitplan. Um 12.15 Uhr hatte sie bereits die Hälfte des Sedlitzer Sees durchquert. Insgesamt legte Pavla Petrová 18,93 Kilometer durch die einzigartige Wasserlandschaft des Lausitzer Seenlandes zurück. Für die erfahrene Langstreckenschwimmerin war dies die längste Distanz, die sie bislang im Freiwasser bewältigt hat.
Von Vorteil war dabei auch der reibungslose Ablauf an den Verbindungskanälen, die entsprechend den Sicherheitsvorgaben per Boot passiert wurden. Wartezeiten gab es keine. Die Durchfahrten erfolgten stets zu den regulären Einfahrtszeiten. Ein besonderer Dank gilt der Wasserschutzpolizei in Sachsen und Brandenburg, die die Kanäle bei Bedarf für das Projekt abgesichert und gesperrt hätte.
Nach dem Zieleinlauf zeigte sich Pavla Petrová begeistert von den Bedingungen entlang der Strecke: „Ich bin unheimlich glücklich. Wir hatten traumhaftes Wetter und das beste Team, das man sich wünschen kann. Besonders bewegt mich das Gefühl der Verbundenheit, das ich auf dieser Strecke erlebt habe – mit den Menschen, die mich begleitet haben, und mit der Landschaft des Lausitzer Seenlandes.“
Ein solches Vorhaben wäre ohne die Unterstützung zahlreicher Helfer nicht möglich gewesen. Für die Sicherheit auf dem Wasser sorgte zunächst ein Team der Wasserwacht Senftenberg mit drei Einsatzkräften sowie Hagen Aust, Sicherheitsleiter von der Wasserwacht Hoyerswerda. Ab dem Geierswalder See übernahm die Wasserwacht Hoyerswerda mit zwei weiteren Einsatzkräften die Begleitung. Unterstützt wurde Pavla Petrová außerdem von einem vierköpfigen Team aus Familie und Freunden an Bord des Begleitboots. Einer ihrer Begleiter schwamm die letzten Kilometer auf dem Großräschener See gemeinsam mit ihr. Zusätzlich begleitete ein weiteres Teammitglied das Schwimmen von Land aus.
Hagen Aust zeigte sich beeindruckt von der Leistung der Schwimmerin: „Sie ist richtig zügig geschwommen, wie eine Maschine.“ Die durchweg hohe Geschwindigkeit und die optimalen Schwimmbedingungen sorgten dafür, dass Pavla Petrová den gesamten Tagesverlauf über vor ihrem Zeitplan lag.
Im Mittelpunkt des Projekts stand für die Schwimmerin nicht die sportliche Leistung allein, sondern die symbolische Kraft des Seenverbundes. Bereits im Vorfeld hatte sie betont: „Ich möchte die fünf Seen nicht bezwingen, sondern sie miteinander verbinden.“ Diese Botschaft wurde mit ihrer erfolgreichen Ankunft in Großräschen eindrucksvoll sichtbar. Das Fünf-Seen-Schwimmen machte die Entstehung einer neuen Landschaft erfahrbar, die beispielhaft für den Wandel der Lausitz steht.
„Mit ihrer erfolgreichen Durchquerung des Seenverbundes hat Pavla Petrová auf besondere Weise gezeigt, was das Lausitzer Seenland ausmacht: Aus ehemaligen Tagebauen ist eine einzigartige Wasserlandschaft entstanden, die Menschen, Orte und Regionen verbindet. Ihr Projekt hat viele Menschen begeistert und die Aufmerksamkeit auf die beeindruckende Entwicklung unserer Region gelenkt“, sagt Kathrin Winkler, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland e.V.
Nach ihrer Ankunft zeigte sich Pavla Petrová dankbar für die vielfältige Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung des Projekts. Ihr besonderer Dank gilt ihrem Team, ihrer Familie und ihren Freunden, die das Vorhaben ermöglicht und sie auf ihrem Weg begleitet haben sowie den Wasserwachten Senftenberg und Hoyerswerda, den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz und Bautzen, den Zweckverbänden Lausitzer Seenland Brandenburg und Lausitzer Seenland Sachsen und dem Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V.
Mit dem erfolgreichen Abschluss des Fünf-Seen-Schwimmens geht ein außergewöhnliches Projekt zu Ende, das weit über den sportlichen Aspekt hinausreicht. Die Verbindung der fünf Seen wurde für einen Tag sichtbar gelebt und machte die besondere Geschichte des Lausitzer Seenlandes auf eindrucksvolle Weise erlebbar.
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Katja Wersch (Öffentlichkeitsarbeit/ Marketing)
Am Stadthafen 2, 01968 Senftenberg
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Presseinformation 18.09.2026
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