28.10.2026
Bund fördert strategische Entwicklung des Lausitzer Seenlandes über die Landesgrenze hinweg mit 1,2 Millionen Euro für vier Jahre
Tourismusverband Lausitzer Seenland startet Projekt zur Stärkung des Reisezieles in Sachsen und Brandenburg
Damit sich das Lausitzer Seenland langfristig als starke, länderübergreifende Urlaubsregion etablieren kann, hat der Tourismusverband Lausitzer Seenland e. V. das Projekt „Länderübergreifende Destinationsentwicklung des Lausitzer Seenlandes“ gestartet. Dafür erhält der Tourismusverband 1,2 Millionen Euro Förderung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Programms STARK. Über vier Jahre hinweg soll das Lausitzer Seenland als gemeinsame Urlaubsregion in Sachsen und Brandenburg strategisch weiterentwickelt und die Zusammenarbeit aller touristischen Akteure gestärkt werden. Der offizielle Projektauftakt findet am 26. November 2026 statt.
„Als im Juni der Seenverbund eröffnet wurde, haben wir mit viel Interesse gerechnet, aber nicht in dieser Größe. Die Entwicklung des gesamten Lausitzer Seenlandes ist sehr erfreulich. Die uns aktuell vorliegenden Zahlen für den Brandenburger Teil der Region bestätigen den positiven Trend. Im Juli konnten wir 8,2 Prozent und im August 3,5 Prozent mehr Übernachtungen als im Vorjahr verzeichnen. Jetzt geht es darum, dass daraus mehr wird als ein Sommer. Mit dem Projekt können wir das Lausitzer Seenland als Reiseziel besser aufstellen“, erklärt Kathrin Winkler, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland e. V.
Eine gemeinsame Strategie für die Zukunft der Region
Das Lausitzer Seenland steht für den Wandel einer ehemaligen Bergbauregion hin zu einer vielseitigen Urlaubslandschaft. Diese Entwicklung eröffnet neue wirtschaftliche Perspektiven, bringt aber auch Herausforderungen mit sich. Um die touristischen Potenziale nachhaltig zu nutzen, braucht es eine gemeinsame strategische Ausrichtung über die Landesgrenzen hinweg. Gleichzeitig gilt es, die Bedürfnisse der einheimischen Bevölkerung zu berücksichtigen und die touristische Entwicklung im Einklang mit den Lebensbedingungen vor Ort zu gestalten.
Für das Projekt stehen insgesamt rund 1,4 Millionen Euro zur Verfügung. Davon entfallen 1,2 Millionen Euro auf die Förderung durch das Programm STARK. Der Tourismusverband Lausitzer Seenland e. V. beteiligt sich mit einen Eigenanteil von 200 Tausend Euro und setzt damit ein deutliches Zeichen für sein Engagement bei der langfristigen Entwicklung der Region.
Am Anfang des Projekts steht eine umfassende Marktforschung. Sie untersucht unter anderem, wie bekannt die Marke Lausitzer Seenland ist, wofür sie bei Gästen steht und wie die Menschen vor Ort und die Wirtschaft die bisherige Entwicklung bewerten. Erste Ergebnisse werden voraussichtlich im Sommer 2027 vorliegen.
Die Auswertung relevanter Daten soll Stärken, Chancen und Entwicklungsbedarfe aufzeigen. Darauf aufbauend wird eine Destinationsbildungsstrategie mit gemeinsamen Entwicklungszielen, konkreten Handlungsempfehlungen und Kommunikationsmaßnahmen erarbeitet.
Gemeinsam mit den Menschen vor Ort
Eine erfolgreiche touristische Entwicklung gelingt nur im Zusammenspiel der Menschen, die die Region gestalten und erleben. Deshalb setzt das Projekt auf einen breiten Beteiligungsprozess. In Workshops, Arbeitskreisen, Befragungen und Netzwerktreffen sollen unterschiedliche Perspektiven zusammengeführt, Prioritäten gesetzt und gemeinsame Lösungen entwickelt werden.
„Eine starke Destination entsteht nicht allein durch Konzepte, sondern durch die Menschen, die sie mitgestalten. Deshalb ist uns der Dialog mit Kommunen, Tourismusakteuren, Vereinen, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürgern besonders wichtig. Gemeinsam entwickeln wir konkrete Lösungen, die im Lausitzer Seenland ankommen und den Strukturwandel sichtbar voranbringen“, erklärt Projektkoordinatorin Sarah Brunne.
Langfristig soll die touristische Wertschöpfung gestärkt und die Bekanntheit der Marke Lausitzer Seenland weiter gesteigert werden. Damit leistet das Projekt einen Beitrag, die Chancen des Strukturwandels zu nutzen und die Region länderübergreifend als attraktiven Lebens-, Wirtschafts- und Urlaubsraum weiterzuentwickeln.
Kontakt für Presseanfragen:
Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V.
Kathrin Winkler (Geschäftsführerin)
Am Stadthafen 2, 01968 Senftenberg
Tel. 03573 72530013
k.winkler@lausitzerseenland.de
www.lausitzerseenland.de
Presseinformation 28.10.2026
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Foto: Luftbild Lausitzer Seenladn
Copyright: Tourismusverband Lausitzer Seenland, Steffen Rasche
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